Montag, 31. August 2009

Schwedt/Oder 2009 - Teil 4

Hier ein paar Bilder von unserem Sonntagsspaziergang auf dem Uferweg am Kanal (Hohensaatener-Friedrichsthaler-Wasserstraße) und am Bollwerk:

Der Weg beginnt am Wassersportzentrum der Schwedter Kanuten. Hier kann man als Wassersportler und auch als Radwanderer - liegt direkt am Oder-Neiße-Radweg - gut übernachten bzw. sein Zelt aufschlagen. Hier ist übrigens auch die Arbeitsstätte unserer Freundin Gudrun, die ehrenamtlich auch Kanuführungen anbietet.











Hier befindet sich das Schwedter Theater, die Bilder zeigen den hinteren Park.



Der ehemalige Laubengang im ehemaligen Schlosspark. Wie es früher mal aussah kann man gut auf einer alten Ansichtskarte bewundern, die Nadja am 18.06.09 in ihren Blog gestellt hat.









Bollwerk und Schwedter Stadtbrücke





Neptun mit Meerjungfrauen in Bronze von Axel Schulz (aufgestellt 2007)



Altes Pumpenhaus





Bewohntes Hausboot



Beim Fischer



Keramikstele mit Folkloremotiven von Jürgen von Woysky (1981)





Dienstag, 21. Juli 2009

Schwedt/Oder 2009 - Teil 3



Nach einjähriger Sanierung ist vor ca. einer Woche das historische Ritualbad (Mikwe) und das angrenzende Tempeldienerhaus in Schwedt wiedereröffnet worden.

Die 1872 von der damaligen Jüdischen Gemeinde gebaute Mikwe war nach der Vernichtung der Gemeinde und der Zerstörung der benachbarten Synagoge durch die Nazis in Vergessenheit geraten.
Dass sie schon zu Zeiten der Naziherrschaft als zerstört galt, hatte sie wahrscheinlich auch vor der endgültigen Vernichtung bewahrt.

Zu DDR-Zeiten hatte der damalige Stadtarchitekt Eckhard Tattermusch die Anlage als privaten Garten genutzt und dadurch vor dem Abriss bewahrt.
1988 haben Mitglieder des Kulturbundes eimerweise den Schutt herausgeschleppt.
Bei den Arbeiten hat man auch die Reste der Grundmauern der Synagoge entdeckt, die der Reichspogromnacht zum Opfer gefallen war.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Schwedt/Oder 2009 - Teil 2

Wiederentdeckt: Als ich das "Liebespaar" in Nadjas Blog gesehen hatte, wusste ich im ersten Augenblick nicht, wo die Plastik geblieben war.

Eine Ahnung führte mich gestern in die Stadt zur Lindenallee. Und da stand sie dann. Gar nicht weit vom damaligen Standort vorm ehemaligen "Centra" entfernt, steht sie nun auf der gegenüberliegenden Seite vorm Standesamt. Ein passender Platz für das "Liebespaar" aus Bronze, geschaffen vom Schwedter Künstler Axel Schulz im Jahre 1965.



Hier befindet sich noch ein weiteres Werk von Axel Schulz, was er 26 Jahre später geschaffen hat: Die Hochzeitstür am Standesamt.





Erwähnenswert ist auch noch gleich um die Ecke die Fassadengestaltung der Giebelwand des angrenzenden Wohnblocks.

Dienstag, 14. Juli 2009

Glamour Stiletto Run

Am 11.07.2009 fand das Stöckelschuhrennen zum 3. Mal am Wittenbergplatz in Berlin statt. Die 18-jährige Julia Plecher aus Thüringen rannte die 100 Meter in 14,2 Sekunden zum Sieg. Übrigens gabs eine Siegprämie von 10.000 Euro.

Was ihr hier seht, ist ein Relikt aus meinen früheren Zeiten - mindestens 20 Jahre alt. Auf jeden Fall hätte ich damit die Wettbewerbsbedingung, dass die Absätze mindestens 7 Zentimeter hoch und nicht breiter als 1,5 Zentimeter sind, erfüllt.



Früher konnten ja meine Schuhe nicht hoch genug sein. Aber Spreizfussprobleme haben dem Ganzen ein Ende bereitet und seit ich mit dem Laufen angefangen habe, sind meine Schuhe meistens flach. Heute finde ich diese Schuhe nur noch gefährlich und selbst wenn ich Vorfußläufer wäre, ich würde so ein Rennen bestimmt nicht mitmachen.

Montag, 13. Juli 2009

Schwedt/Oder 2009 - Teil 1

Diese Foto-Serie entsteht hier, um Nadja und Jeanette ein wenig vom heutigen Schwedt zu zeigen.
Der erste Teil ist vor allem Jeanette gewidmet, die - soweit ich weiß - mal in der Wilhelm-Pieck-Straße im WK 6 (Wohnkomplex) gewohnt hat. Diese Straße heißt heute Rosa-Luxemburg-Straße.


Diese Häuser wurden ca. 1984 gebaut, so genannte Punkthäuser.


Blick auf die Werner-Seelenbinder-Straße.




Ecke Lilo-Herrmann-Straße




Gesamtschule Talsand, hier ist noch eine unbebaute Lücke. Da stand früher eine Kaufhalle und der Gaststättenkomplex "Plock". Da bin ich in den 80iger Jahren oft zur Disko gewesen.


Hier sind etliche Hochhäuser dem Abriss zum Opfer gefallen, der so genannte Wohnungsrückbau.

Montag, 29. Juni 2009

Radtour nach Gartz/Oder

Meine Radtour am vergangenen Samstag habe ich diesmal mit einer kleinen Stadtbesichtigung verbunden. Ich war zwar schon oft in Gartz, habe aber den Sehenswürdigkeiten dieser kleinen Stadt nur selten Beachtung geschenkt.

Da ich über den Oder-Neiße-Radweg von Friedrichsthal aus nach Gartz kam, startete ich meine Besichtigung dann auch an der Oder. Dies ist übrigens die Westoder. 6 km südlich, also fast bei Friedrichsthal trennt sich die Oder in zwei Arme: West- und Ostoder.

Die am 1. April 1945 gesprengte Brücke wurde bis zum heutigen Tage nicht wieder aufgebaut.



Direkt an dieser Stelle befindet sich der Oderspeicher. Hier wurde früher Tabak gelagert. Heute dient er umgebaut als Wohnhaus.



Das ist die ehemalige Kirche des Heilig-Geist-Hospitals. Sie wurde im gotischen Stil im 13. Jhd. erbaut und wird heute für Ausstellungen und Konzerte genutzt.



Auf dieser schönen alten Pumpe steht geschrieben: "Der Brunnen wird alt, doch das Wasser bleibt ewig jung."



Das Stettiner Tor



Die Stadtkirche St. Stephan wurde im 13./14. Jhd. im Stil der Backsteingotik errichtet. Nach den Kriegszerstörungen wurde der Chor und das Querhaus wiederaufgebaut. Das Langhaus wurde als nicht überdachte Ruine gesichert und dient heute als Atrium.





Stadtmauer mit Pulverturm

Donnerstag, 25. Juni 2009

Die Tabrikfabrik in Vierraden



Immer wenn ich meine Laufrunde um die Kieskuhle drehe, sehe ich diesen schönen roten Ziegelbau - das ist die Tabakfabrik von Vierraden.

Um 1875 baute ein Tabakgroßhändler die Tabakfabrik zur Lagerung und Fermentation von Rohtabak - bestehend aus dem Tabakspeicher als Produktionsgebäude, vorgelagerter Fabrikantenvilla und dem Arbeiterwohnhaus.
Die Gebäude wurden bis Mitte des vorigen Jahrhunderts als Fabrik genutzt.
Später diente der Speicher dem Landhandel und als Getreidelager, die Villa diente der Schulspeisung und als Vereinsheim.

1995 wurde die gesamte Anlage wegen ihrer baukünstlerischen und städtebaulichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt.

Seit 1990 standen Villa und Speicher leer und verfielen zusehends. Ende der 90er Jahre war der Speicher einsturzgefährdet und das Gelände verwahrlost.
2001 wurde ein Förderverein Tabakfabrik Vierraden e. V. gegründet. Ihm ist es zu verdanken, dass die Tabakfabrik mittlerweile als eine interkulturelle Begegnungsstätte genutzt werden kann.